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A lasting treat – a peek behind the scenes at the Hotel Mittagskogel

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Was macht echten Genuss aus? Ist es der perfekt angerichtete Teller, das Glas Wein im richtigen Moment – oder doch etwas viel Tieferes?

Um das herauszufinden, haben wir mit zwei Menschen gesprochen, die den Alltag im Hotel Mittagskogel prägen: Küchenchef Benedikt und Oberkellner Rainer. Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel – und eine spürbare Leidenschaft, die weit über den Teller hinausgeht.

 

 

Genuss beginnt nicht am Teller

Für Rainer ist Genuss vor allem eines: ein bewusstes Innehalten. Sich Zeit nehmen. Keine Hektik. Keine Eile. Die kleinen Dinge wahrnehmen – und erleben, wie aus einem scheinbar einfachen Moment etwas Besonderes wird. Benedikt sieht es ähnlich – nur aus der Perspektive der Küche: Für ihn bedeutet Genuss, aus allem das Beste herauszuholen. Aus jedem Produkt. Aus jedem Menschen im Team. „From nose to tail“ ist dabei nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Haltung. Wertschätzung, die man schmeckt.

 

 

 

 

Wenn Küche und Service wirklich zusammenarbeiten

Was Gäste oft nicht sehen: Hinter jedem gelungenen Abend steckt Abstimmung. Kommunikation. Und manchmal auch Reibung.

Rainer bringt es auf den Punkt: Alle müssen für dasselbe Ziel arbeiten – einen zufriedenen Gast. Und Benedikt ergänzt ehrlich: Natürlich gibt es herausfordernde Situationen. Aber am Ende des Tages zählt, dass man gemeinsam eine Lösung findet.

Es ist kein perfektes System. Aber ein echtes.

 

 

Was die Kulinarik besonders macht

Hier geht es nicht nur ums Essen. Es geht um das Zusammenspiel. Rainer spricht von der „Gesamtheit“ – Küche, Service und alle anderen im Haus. Denn: Was nützt das beste Gericht, wenn der Service nicht passt? Oder umgekehrt? Benedikt bringt eine weitere Ebene ins Spiel: Regionalität mit Weitblick. Eier aus Haiming, Rind aus dem Pitztal, Wild aus der Landesjagd Pitztal, Honig aus Arzl, sogar Ziegen aus dem direkten Umfeld. Und trotzdem bleibt die Küche offen für Einflüsse aus der ganzen Welt. Tradition trifft Neugier. Und genau das macht es spannend.

 

 

 

 

Warum Gastronomie? Keine einfache Antwort

Beide sind nicht den geradlinigsten Weg gegangen.

Rainer wurde durch einen Eignungstest in die Gastronomie gelenkt. Die Hotelfachschule war keine Option – also begann er mit einer Schnupperlehre. Heute sagt er klar: Er würde diesen Weg jederzeit wieder wählen.

Benedikt hingegen wollte ursprünglich Mechaniker werden. Seine Mutter arbeitete in der Gastronomie – ein eigener Betrieb war nie da. Trotzdem entschied er sich für die Kochlehre. Danach: raus in die Welt. Erfahrungen sammeln. Menschen treffen. Arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Zwei unterschiedliche Wege – die am selben Ort zusammengefunden haben

 

 

Ein Team, das funktioniert

Und vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt.

Rainer ist seit 2003 Teil des Hotels. Während des Interviews steht er plötzlich auf, richtet eine Tischdecke – fast unbemerkt. Ein kleines Detail, das viel sagt. Er hat ein Auge für das, was er tut. Und eine spürbare Leidenschaft, besonders wenn es um Wein geht.

Benedikt kennt das Haus ebenfalls seit vielen Jahren. Seine Lehre absolvierte er von 2002 bis 2005 genau hier – unter dem langjährigen Küchenchef Florian Uhl. Danach zog es ihn hinaus, bevor er 2023 zurückkehrte. Heute leitet er die Küche – und bringt gemeinsam mit seiner „Genusscrew“ frischen Schwung hinein.

Was beide verbindet: der Glaube daran, dass Gastronomie ein Teamsport ist.

Rainer formuliert es fast wie eine Lebensregel: Man sollte nichts von anderen erwarten, was man nicht selbst bereit ist zu tun. Kompromisse gehören dazu – wie in jeder guten Beziehung.

Und genau so fühlt es sich hier auch an.

 

 

Behind the Scenes – und mitten im Leben

Das Hotel Mittagskogel lebt nicht von Perfektion. Es lebt von Menschen, die ihren Beruf ernst nehmen – aber nicht verkrampft. Die mitdenken, mitziehen und manchmal auch einfach anpacken.

Hier wird Genuss nicht inszeniert. Er entsteht. Vielleicht ist genau das der Unterschied, den man spürt, auch wenn man ihn nicht sofort benennen kann.

Und vielleicht bleibt er genau deshalb so lange im Gedächtnis.

 

 

Hotel Mittagskogel
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